Zum Inhalt springen
IndustrialFlowBY COMQUENT, zur Startseite

// Anwendung 01 · Maschinen- und Anlagenbau

Welcher Programmstand läuft auf Maschine #1038?

Zuletzt fachlich geprüft: · Andreas Schönfeld

IndustrialFlow zeigt einem Maschinenbauer für jede ausgelieferte Maschine, welcher Programmstand dort läuft, wer ihn freigegeben hat und welche Tests er bestanden hat.

Anwendung /01Security und CRA

Abfrage PSIRT-2026-017

ABFRAGE PSIRT-2026-017 · BAUREIHE VPA-2001
41 betroffen312 Maschinen · 12 Kunden · Frühwarnung in knapp 18 Stunden

Maschine #1038, korrigierter Stand v4.8.3 wartet auf Freigabe

Demo-SzenarioEin Maschinenbauer hat 312 Maschinen im Feld.
Am Morgen geht die interne Meldung PSIRT-2026-017 ein, eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle in einer Bibliothek der Baureihe VPA-200.
Die Abfrage zeigt 41 betroffene Maschinen bei 12 Kunden, die Frühwarnung ist in knapp 18 Stunden fällig.

Werkhalle mit drei grauen Maschinen in der Endmontage, Verkleidungen offen, blaue Kabelstränge sichtbar
Jede ausgelieferte Maschine hat ihren eigenen Stand.Symbolbild, mit KI erzeugt

// 01 Ausgangslage

Was passiert heute bei einem Update?

Ein Inbetriebnehmer spielt das Update vor Ort per Laptop ein, ohne festen Ablauf.
Welcher Stand danach läuft, weiß oft nur er.

178.000

Fachkräfte fehlen dem deutschen Maschinenbau bis 2034.
Mit jedem Inbetriebnehmer geht Wissen über Anlagenstände.

Quelle: IW / Impuls-Stiftung 2024
  1. Keine Versionskontrolle.

    SPS-Programme liegen auf USB-Sticks und Netzlaufwerken.
    Welcher Stand auf welcher Maschine läuft, weiß oft nur der Inbetriebnehmer.

  2. Manuelle Deployments.

    Updates spielt jemand vor Ort per Laptop ein, ohne festen Ablauf.
    Bei zehn Anlagen ist das mühsam, bei hundert nicht mehr zu leisten.

  3. Test erst an der Anlage.

    PLCSim ist auf vielen Engineering-Rechnern installiert, gestartet wird er von Hand.
    Fehler zeigen sich deshalb unter Zeitdruck bei der Inbetriebnahme.

  4. Getrennte Freigabewege.

    Die IT arbeitet mit Merge Requests, die Steuerungstechnik mit Wartungsfenstern und Abnahmen.
    An der Übergabe wartet jedes Projekt.

// 02 Mit IndustrialFlow

Was ändert sich für Ihre Flotte?

Die Plattform baut auf Jenkins auf, testet SPS-Code gegen eine virtuelle Steuerung und spielt ihn nur im Wartungsfenster auf eine stehende Maschine.

  • /01

    Ein nachweisbarer Stand je Maschine.

    Die Flottenansicht vergleicht den freigegebenen Stand in Git mit dem Stand auf der Steuerung und meldet jede Abweichung.

  • /02

    Getestet, bevor die Anlage steht.

    PLCSIM Advanced, CODESYS Test Manager, TcUnit oder FactoryTalk Logix Echo laufen bei jeder Änderung als Stage in der Pipeline.

  • /03

    Nachweise für den Cyber Resilience Act aus dem Build.

    Jeder Build erzeugt eine SBOM, und eine Betroffenheitsabfrage listet alle Maschinen mit einer verwundbaren Komponente.

Flotte und Maschinenakte

Jede ausgelieferte Maschine erscheint mit Kunde, Baureihe, Steuerung, Soll- und Ist-Stand.
Den Ist-Stand liest ein OT-Proxy per OPC UA; Maschinen ohne dauerhaften Fernzugang melden ihn über den Service-Einsatz oder das Edge-Gateway.
Die Maschinenakte zeigt alle Deployments, Freigaben und Service-Einsätze seit der Inbetriebnahme.

Die Betroffenheitsabfrage listet zu einer Schwachstelle alle Maschinen mit der betroffenen Komponente nach Kunde und Seriennummer.
Supportende und Restlaufzeit stehen je Baureihe und Maschine dabei.

Seit TIA Portal V21 schreibt das Version Control Interface auch KOP, FUP und SCL als Text (SIMATIC SD), sodass Reviewer im Merge Request jede geänderte Zeile sehen.

Abb. · Die IT-Phase endet mit einem signierten Artefakt.
In die OT-Zone gelangt es nur über den OT-Proxy, auf die Steuerung erst nach Freigabe und bestandenem Pre-Check; die Edge-Schicht hält sich dagegen automatisch auf dem freigegebenen Stand.

// 03 Anforderungen

Was muss eine CI/CD-Plattform im Maschinenbau können?

Neun Anforderungen bestimmen, ob eine Plattform im Maschinenbau trägt.

Neun Anforderungen und ihre Umsetzung
AnforderungUmsetzung in IndustrialFlowUmfang
Stand je ausgelieferter MaschineFlottenansicht mit Soll- und Ist-Stand; Diff auf Bausteinebene, wo ein Textformat vorliegt (SIMATIC SD, ST, L5X); Datenalter immer sichtbarGrundumfang
Test ohne reale AnlageSimulationstest als Pipeline-Stage mit PLCSIM Advanced V8.0, CODESYS Test Manager, TcUnit oder Logix Echo; Ergebnisse einheitlich als JUnit-XMLGrundumfang
Passende Werkzeugversion und LizenzÜbersicht der Windows-Build-Agenten nach TIA-Portal- und TwinCAT-Version, Lizenz und BelegungGrundumfang; Warnung vor dem Build geplant
Freigabe nach dem Vier-Augen-PrinzipFreigabe mit Merge Request, Testergebnis, Gate und Signatur; Pflicht bei Safety-CPU; die Entscheidung läuft zurück in den Jenkins-input-StepGrundumfang
Deployment nur im Wartungsfenster und bei StillstandZustand „Wartet auf Wartungsfenster“; OPC-UA-Pre-Check liest Betriebsart und Auftrag, bei laufender Produktion greift die ProduktionssperreGrundumfang
Geprüfter Weg zurückSnapshot vor jedem Deployment, Rückkehr zum letzten freigegebenen Stand als eine AktionGrundumfang
Edge-Schicht und SPS getrenntEdge-Workloads per Argo CD oder Flux automatisch auf Soll, SPS-Programm nur mit Freigabe im WartungsfensterGrundumfang
Cyber Resilience ActSBOM in CycloneDX und SPDX mit VEX je Build; Betroffenheitsabfrage über die FlotteGrundumfang; Meldefristen-Countdown geplant
Nachweise nach IEC 62443-4-1Nachweispaket je Release, gegliedert nach den Praktiken SM, SR, SD, SI, SVV, DM, SUM und SGGrundumfang

Grundumfang heißt: im Pilot und in der ersten Version enthalten; geplant heißt: als Ausbaustufe vorgesehen und nachrüstbar.

Regelwerke für Hersteller
RegelwerkWas es verlangtNachweis aus IndustrialFlow
Cyber Resilience Act (EU) 2024/2847Meldung aktiv ausgenutzter Schwachstellen seit 11.09.2026, Frühwarnung binnen 24 Stunden; ab 11.12.2027 alle Pflichten einschließlich Software-Stückliste.SBOM je Build, Betroffenheitsabfrage über die Flotte, Supportende je Maschine
Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, Anhang III 1.1.9Ab 20.01.2027 Schutz gegen Korrumpierung, Erfassung von Eingriffen, Kennzeichnung sicherheitsrelevanter Software.Audit-Trail je Stand, Hash und Signatur je Artefakt, Versionsnachweis je Maschine
IEC 62443-4-1Sicherer Entwicklungsprozess beim Hersteller.Secret-Scan, SBOM, CVE-Prüfung, signierte Artefakte; Bericht aus dem Audit-Log
IEC 61508 / IEC 61511Traceability von der Anforderung zum Test, Coverage, Reviews.Trace-Matrix, Coverage-Report und Review-Protokolle je Release

// 04 90-Tage-Pilot

Wie läuft der Pilot an einer Baureihe?

Der Pilot dauert 90 Tage und läuft an einer Baureihe und einer Pilotmaschine.
Jede Phase endet mit einem prüfbaren Kriterium.

  1. Phase 1 · Woche 1–2

    Pilot-Pipeline

    TIA-Projekt in Git · Jenkins per Docker · Compile automatisch

    Abnahme · erster grüner Build

  2. Phase 2 · Woche 3–4

    Test und KI

    PLCSim-Smoke-Tests · 10 Build-Fehler per KI analysiert

    Abnahme · Test bei jeder Änderung

  3. Phase 3 · Woche 5–8

    OT-Strecke

    OT-Proxy in Staging · Wartungsfenster · Trockenlauf der Produktionssperre

    Abnahme · Trockenlauf bestanden

  4. Phase 4 · Woche 9–12

    Nachweise

    SBOM je Build · IEC-62443-Bericht · Flotte einer Baureihe · Übergabe ans Team

    Abnahme · Pilot abgenommen

Pilot mit einer Baureihe und einer Pilotmaschine, Phasen auf der Wochenskala.

Die Grundinstallation per Docker Compose dauert etwa zehn Minuten, die Zeit geht in die Anbindung der Engineering-Werkzeuge.
Scharf geschaltet wird das Deployment auf die Steuerung erst, wenn die Produktionssperre im Trockenlauf an der realen Maschine gegriffen hat.

Für den Pilot brauchen wir von Ihnen

  1. /01eine Beschreibung der Toolchain: Steuerungsplattform, Werkzeugversionen, vorhandener CI-Server
  2. /02ein Engineering-Projekt der Pilot-Baureihe
  3. /03eine Pilotmaschine mit planbarem Wartungsfenster oder eine Simulationsumgebung
  4. /04je eine Ansprechperson aus Steuerungstechnik und IT

Whitepaper · 22 Seiten · PDF · Oktober 2026

Welcher Programmstand läuft auf Ihren Maschinen?

Was ein Maschinenbauer von einer CI/CD-Plattform verlangen muss und wie IndustrialFlow es umsetzt: SPS-Code in Git, Tests gegen eine virtuelle Steuerung, Deployment nur im Wartungsfenster.

Kostenlos · per E-Mail

Nächster Schritt

Erstgespräch zum Pilot.

Ob sich ein Pilot für Ihre Anlagen lohnt, klären wir vorher.
Im Erstgespräch gehen wir Toolchain, Baureihe oder Anlage und die Rolle Ihres Systemhauses durch, und Sie wissen danach, wie die erste Pipeline aussähe.

30 Minuten · unverbindlich · kein Vertriebsgespräch

TODO(andreas): Porträtfoto für das Erstgespräch
Andreas SchönfeldGeschäftsführer, Comquent GmbH